Angenommen, ich bin ein ordentlicher Mensch – wie verträgt sich das mit den Vorstellungen meiner Mitbewohner? Letztlich bleiben folgende Alternativen:

1. Einen Partner finden, dessen Ordnungslevel ähnlich dem eigenen ist.
2. Einen Partner finden, der willens und in der Lage ist, sich zu meiner Vorstellung von Ordnung hin zu entwickeln.
3. Auf eine einsame Insel ziehen (keine Beziehung, keine Kinder, keine WG-Mitbewohner).
4. Diktator werden und dafür sorgen, dass die Mitbewohner spuren. Wehe wenn nicht!
5. Alles selbst aufräumen. Immer wieder.
6. Reden-reden-reden-reden …

Bei uns war es hilfreich, dass jedes Familienmitglied einen Bereich hat, in dem er individuell und unantastbar seine Vorstellung von (Un)ordnung ausleben darf. Die Räume, die von allen genutzt und gelegentlich von fremden Menschen betreten werden, orientieren sich an den gesellschaftlich üblichen Standards in Mitteleuropa.