Unordnung ist nicht nur nervig. Sie ist auch irgendwie ziemlich blöd:

Wir arbeiten schwer, verdienen Geld, kaufen uns etwas Schönes oder Notwendiges … Und dann? Wir werfen unsere hart erarbeiteten Gegenstände in die Ecke, lassen sie verstauben, stopfen sie zuunterst in den Schrank, vergessen vielleicht sogar, dass es sie gab.

Die Japanerin Marie Kondo (Autorin von „Magic Cleaning“) verbeugt sich abends in ihrer Wohnung und bedankt sich bei ihrem Besitz. Das erscheint aus europäischer Sicht leicht exzentrisch. Aber die Grundidee dahinter ist gut: Indem ich meine Besitztümer in Ordnung halte, wertschätze ich ihre Existenz. Und die Energie, die ich eingesetzt habe, sie zu erwerben.