Die Unordnung eines Kinderzimmers ist nichts gegen das Chaos einen Teenagers. Und auch hier zeigt sich ganz deutlich, dass innere und äußere Faktoren zusammengehören.

In einer Zeit, wo alles in Aufruhr ist – das Gefühlsleben, die körperliche Entwicklung, ja die gesamte „Menschwerdung“ – in solch einer Zeit lebt es sich nicht aufgeräumt. Mein Zimmer hatte in der Regel eine Art knöcheltiefen Bodensatz aus Kleidung (das wenigste war schmutzig, wenn es auf den Boden flog), Schminkutensilien, Büchern, Stiften, Schulsachen, Zeitschriften, Bastelsachen, Platten, Modeschmuck, Essensresten … Mich hat das damals nur dann gestört, wenn ich nicht finden konnte, was gerade dringend gebraucht wurde. Ansonsten konnte ich in diesem Chaos wunderbar abhängen, telefonieren, Musik hören und lesen. 25 Jahre später erlebte ich diese Phase aus der Mutter-Perspektive und war abwechseln erheitert, genervt, provoziert und gelassen. Ich konnte mich zum Glück erinnern, dass diese Zeit vorbei geht. Trotzdem gab es wegen des Chaos im Kinderzimmer viel Streit bei uns.

Aber auch Teenagern (und ihren Eltern) können wir helfen, sozialverträglicher mit Räumen und Gegenständen umzugehen. Das Erfolgsgeheimnis ist wie immer eine gute Mischung aus umdenken, organisieren und einfach tun.