In „ordentlich“ steckt das Wort „ich“. Was jetzt klingt wie eine Wortspielerei, ist tatsächlich eine ganz wesentliche Erkenntnis, ja ein ein erster Entwicklungsschritt.

Die Ordnung (oder Un-Ordnung) meiner Umgebung beeinflusst mein inneres „ich“. In einem klaren, aufgeräumten Zimmer kann man sich gut konzentrieren, prima entspannen oder stressfrei arbeiten. Umgekehrt drückt sich die Stimmungslage oft in unserem Umgang mit Dingen und Räumen aus. Wer sehr wütend ist, wirft schonmal etwas gegen die Wand. Bei Kummer bleibt vielleicht alles liegen und im Stress wächst einem die Umgebung buchstäblich über den Kopf. Wenn wir etwas Neues beginnen, fängt das oft mit einem Aufräumschub an. Oder wir räumen eine lang gewohnte Unordnung auf, und plötzlich sprudelt unser Kopf schier über mit guten, neuen Ideen.

Platz schaffen, ordnen, entrümpeln – das ist immer ein Dialog zwischen meinem Ich und meiner Umgebung. Das kann man gezielt nutzen und ganz viel damit erreichen. Oder man räumt einfach nur auf und genießt den schönen Anblick.